Hey!

Das schöne Sommerwetter hat sich irgendwie aus dem Staub gemacht. Damit ich ohne Sonnenstrahlen trotzdem gute Laune bekomme, hilft es doch immer die bunten Wasserfarben heraus zu holen. Da dachte ich mir, ihr könnt auch ein paar bunte Farben vertragen. Heute nehme ich euch deswegen mit „auf Arbeit“ und zeige euch erstens, wie man locker flockig ein paar abstrakte Blumen malen kann und zweitens, wie man ohne große Vorplanung Musterideen und Colourways testen und entwickeln kann.

PS: Seid nicht zu streng mit mir, das sind meine ersten Videoclips 😉

Aquarellblumen in „Nass in Nass – Technik“

Hier seht ihr meinen Reiseaquarellkasten von Van Gogh. Ich habe im Laufe der Zeit gemerkt, dass ich am liebsten mit weniger als 15 Farben arbeite. Das Kästchen nimmt weniger Platz weg und man muss sich die Mischtöne „erarbeiten“. Eine gute Technik, um Farbharmonien herzustellen. Falls du dich auch für einen guten aber kleinen und bezahlbaren Aquarellkasten interessierst, schau dir gerne meinen Test HIER an.

So jetzt aber zurück zum Thema.

Vorbereitung

  • Als erstes befeuchte ich meine Farben, dann kann man schneller damit malen. Nass in Nass – Technik bedeutet, dass man das Papier vorher nass macht, damit die ebenfalls sehr flüssige Aquarellfarbe auf dem Papier verlaufen kann. Diese Methode ist super für schnelle Skizzen, Motive aus der Natur und generell alles, was natürlich und nicht eckig – akkurat aussehen soll. Der Zufall spielt bei dieser Art des Malens eine große Rolle, was aber seine Vorteile hat. Man kann nämlich nicht vom eigenen Perfektionismus gestoppt werden, weil einem die Formen nicht passen. Sondern man kann auf spielerische Art mit dem Ungeplanten arbeiten und kommt so meistens zu überraschenden Ergebnissen.

Farbe, Form und Format

  • Ich suche mir für die Blumen eine Grundfarbe, in diesem Fall Permanentrot hell. Dabei denke ich noch nicht an eine bestimmte Blumenart. Im Nachhinein fiel mir aber auf, das es sehr abstrakte Mohnblüten sein könnten 😉
  • Als alter Mustermaler versuche ich, die Formen auf dem Blatt möglichst gleichmäßig zu verteilen. Das fällt aber unter Berufskrankheit, muss man nicht so machen. Aber ein „ausgspanntes Format“ bringt etwas Harmonie in das Nass in Nass – Gemale.
  • Ich male jedes Blütenblatt in einem Pinselwisch, damit die Formen nicht zu gewollt aussehen. Macht euch das auch so glücklich, wenn ihr die Farbe auf dem Blatt zerlaufen seht?
  • Die mittlere Partie der Blüten betone ich mit einer Mischung aus Ultramarinblau und etwas Krapplack dunkel.
  • Beim Blattwerk habe ich verschiedene Grüntöne, wie Saftgrün, Chromoxidgrün, mit Ocker gemischt.

Definition durch Zeichnen

  • Für eine kurze Farbstudie könnte man an dieser Stelle mit den Aquarellblumen aufhören. Ich habe mich entschieden, dem Ganzen noch etwas Pep zu verleihen. Dafür zeichne ich, nachdem das Blatt komplett trocken ist, mit schwarzem Fineliner Blütenstempel und lose Blattformen. Mit der Linie schafft man Klarheit und kann die Richtung der Motive auf dem Blatt steuern.
  • Wem schwarze Outlines zu stark sind, kann auch in diesem Fall mit roten und grünen Stiften arbeiten oder Linien nur partiell andeuten.

Blütenblätter und noch mehr Blattwerk

  • Im letzten Schritt habe ich lose Konturen um die Blütenblätter gezeichnet. Ich finde diese „grafische Klammer“ drumherum macht das Bild insgesamt stimmiger.

Ich hoffe, ihr findet mein kleines „Draw with me- Aquarellblumen“ hilfreich. Was haltet ihr von so einer Anleitung? Mögt ihr es auch, ab und zu ohne Plan zu malen und zeichnen? Das Unterbewusstsein einfach schweifen zu lassen, ohne an irgendetwas zu denken? Jetzt habt ihr einen kleinen Einblick hinter die Kulissen von Ms.Hey! bekommen. Ich würde mich freuen, wenn es euch motiviert, auch einmal „blind“ los zu malen. Für mich hat das fast etwas Meditatives. Ich wette, aus mehr oder weniger Zufallskleksen Motive zu formen, ist mindestens so gut wie Sudokurätsel lösen! 😉

Materialien:

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Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und bis bald,

deine Ms.Hey!

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