Hey!

Der Urlaub steht vor der Tür! Oder zumindest ist es jetzt Zeit zum Baden gehen. Was da natürlich nicht fehlen darf, ist ein schicker Bikini. Da dachte ich mir, den machst du dieses Jahr selbst aus eigenem Stoff, mit Schnittmusterentwicklung und zusammennähen. Gesagt, getan! Deßwegen gibt es heute für dich Teil I des DIYs „Bikini nähen“ und wir beginnen mit der Bikinihose.

 

Los geht’ts!

Das benötigst du an Material:

  • dehnbarer & belastbarer Jerseystoff, wie z.B. Badestoff und Badefutter oder wie ich Melonen – Lycra*
  • 7mm dickes Gummiband oder auch Badegummi, ca. 5m
  • Nähmaschine und/ oder Overlockmaschine
  • passendes Nähgarn, Schere, Nadeln, Maßband usw.
  • passender Bikini zum Schnitt abnehmen
  • Packpapier

Das Material benötigst du zum Bikini nähen

Schritt 1: Schnitt kopieren

Schritt 1 Bikini Schnitt abnehmen und Stoff ausschneiden

Als erstes habe ich mir meinen Lieblingsbikini geschnappt und den Schnitt auf das Packpapier übertragen. Wie man das genau anstellt, habe ich schon einmal in meinem T-Shirt Follow Along – Beitrag gezeigt. Wenn du Schnitte von deiner Kleidung kopierst, kannst du dir meistens sicher sein, das dir das Ergebnis passen wird, wenn es ähnliche Stoffqualitäten sind. Du musst dich nicht großartig vermessen und auch keine Schnittmusterbogen kaufen. Wie auf dem mittleren Bild zu sehen ist, lege ich die Schablone der halben Vorder- und Rückseite des Höschens an den im Bruch gelegten (doppelt gelegter Stoff) Stoff an. Am einfachsten lässt sich Jersey mit einem Rollschneider* zurecht schneiden, indem man den Musterbogen mit schweren Gegenständen beschwert. So fällt das Aufzeichnen weg. Oder du steckst den Bogen mit Nadeln fest und schneidest mit der Schere aus.

Am Ende des Zuschnitts solltest du insgesamt 5 Teile haben:

  • aus Außenstoff: Vorderteil Höschen, Hinterteil Höschen
  • aus Futterstoff: Vorderteil Höschen, Hinterteil Höschen und den Zwickel ( bei mir sind Außen- und Futterstoff gleich)

 Schritt 2: Kanten versäubern und Bundgummi annähen

Schritt 2 Bikiniteile ketteln und Gummi einnähen

Falls du keine Overlockmaschine Zuhause hast, kannst du einen elastischen Zickzack- Stich einstellen. Am besten probiert man erst einmal auf einem Reststück, ob die Nadel passt, der Nähfaden stabil genug ist und wie die Näheinstellungen deiner Maschine sein sollten. Wenn du eine runde Jersey- Nähnadel im Sortiment hast, würde ich dir diese empfehlen. Bei spitzen Universalnadeln perforierst du den Stoff zu viel beim Nähen und dadurch könnten die Nähte später einfacher reißen.

Man näht zunächst die Außen- mit den Futterstoffteilen (nur!) am Bund zusammen. Also das vordere Höschenteil mit seinem Futterstoff und beim hinteren Teil das selbe. Dann steckt man die Gummilitze auf der linken Bundseite fest und näht diese an. Pass auf, dass du nicht stark an dem Gummi ziehst, lasse ihn einfach locker mitlaufen. Schneide den Gummi am besten erst von der Rolle, wenn das Ende in Sicht ist, damit nichts zu kurz wird.

Jetzt hast du ein Vorder- und Hinterteil 😉 , die jeweils am Bund ein Stück Gummiband besitzen.

Schritt 3: Vorder- und Rückseite zusammen nähen

Schritt 3 Bikinihose Vorder- und Rückseite zusammen nähen

Nun lege dir die Teile so hin, wie im ersten Bild zu sehen ist. Du nähst die Außenteile Vorder- und Rückseite einmal zusammen und danach die Futterinnenteile. Wenn du die Bikiniinnenseite zusammen nähst, vergiss nicht den Zwickel mit in die Naht zu legen.

Schritt 4: Beingummi einnähen und Ränder säumen

Schritt 4 Beingummi festnähen und Bikinihose säumen

Nun schließt du zuerst die Bikniseitennaht, was das Stück zwischen Bein und Bund ist. Wenn du wie auf Bild 1 dieses Stück vernäht hast, entsteht automatisch ein Beinloch. An die Beinlöcher steckst du nun ebenfalls Badegummi fest und nähst ihn rundherum fest.

Als letztes klappst du alle Nähkanten nach innen, so dass der Gummi umgeschlagen und von außen nicht mehr sichtbar ist. Jetzt säumst du Bund und Beinkanten ein und schon ist deine Bikinihose fertig!

Ergebnis Bikini nähen :

Bikini nähen Teil I Höschen nähen

Tadda – und schon ist das Bikiniunterteil fertig! Ich habe meinen Höschenschnitt am Bund nach oben verlängert, damit ich eine „High waist“ -Vintage Optik bekomme. Man kann auch die Beinlöcher bei der Schnittkonstruktion weiter nach unten ziehen und hat somit mehr eine Pantyhöschen- Form.

Ich freue mich jetzt jedenfalls auf Strand, Sommer und Meer und auf das Baden mit meinem einzigartigen Melonen- Bikini. 😉 Denn von Melone kann ich nie genug kriegen!

Viel Spaß beim Nachmachen!

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und bis zum nächsten Mal,

deine Ms.Hey!

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