Hey!

Die Inspirationsreihe ist eine neue Kategorie auf Ms.Hey! Yippie Yeah!

Ich möchte dir hier zeigen, welche Menschen mich kreativ herausfordern und anstacheln. Möchte tolle Leute vorstellen, die mich in meiner persönlichen und beruflichen Entwicklung beeinflussen und natürlich auch den ein oder anderen Künstler, den man einfach kennen muss…

Dank Social Media werde ich immer wieder auf andere Künstler aufmerksam, die ich wahnsinnig inspirierend finde. Um meinen Hunger an visueller Perfektion, humorvollen und tiefgründigen Inhalten zu stillen, bin ich sehr aktiv auf Instagram unterwegs. Ich möchte mit meinem Insta- Profil vor allem gute Laune verteilen und andere inspirieren. So findet man schnell andere Kreative, die einem selber Anstöße geben. Ich rede hier natürlich nicht von Ideenklau oder Ähnlichem. Aber eine bestimmte Farbpalette entdecken, sich für einen neuen Zeichenstil begeistern lassen oder anderen beim Siebdrucken zuzuschauen, um selber wieder richtig Lust darauf zu bekommen, ist doch wunderbar!

Hier ist eines meiner allerliebsten Insta-Profile:

#1 Eva Stalinski

Eva ist eine junge niederländische Illustratorin, Hundeliebhaberin und Siebdruckerin. Sie unterhält außerdem eine Webseite, einen Youtubekanal und verkauft ihre Produkte über Etsy.

Stil:

Absolut bewundernswert finde ich ihren unkomplizierten Stil und ihre unverwechselbare Handschrift. Sie hat eine ähnliche Herangehensweise wie ich, beim Finden ihrer Designs. Grundlage sind oft banale Alltagsgegenstände, wie Klopapier, Siebdruckrakel oder Marmeladenbrot. Diese gibt es als Emaille- Pin oder Poster zu kaufen. Alle Motive zeichnet sie mit Hand und entwirft sogar ihre Siebdruckvorlagen mit Tusche und Feder. Sie druckt nackte Frauenkörper, tanzende Kühe und lachendes Gemüse auf Sweatshirts und ist damit zurecht mega erfolgreich.

Warum ich Eva toll finde

Ihr Motto ist definitiv „Enjoy the little things in life“. Ich finde, man kann gar nicht genug auf alltägliche Begebenheiten acht geben. Sich an den kleinen Dingen  des Lebens erfreuen, macht die Welt viel freundlicher. Inspiration, Farbklänge und interessante Strukturen warten an jeder Straßenecke. Man muss nur genau hinschauen (und hören ,riechen , selten auch schmecken:-). Wir sollten richtig sehen lernen und trainieren. Das hilft ungemein mit Stresssituationen, Negativität und digitaler Ermüdung besser klar zu kommen.

Eva hat in ihrer Arbeit einen großen Wiedererkennungswert, nämlich ihre Farbpalette. Neben der schwarzen linearen Umrandung ihrer Motive, sind es vor allem Pastelltöne, die sie benutzt. In Zusammenhang mit ihrem lockeren Zeichenstil wirkt die Farbe zusätzlich fröhlich und etwas kindlich; also leicht und unbeschwert.

Genial genutzt: Anthropomorphismus

Eva „vermenschlicht“  ihre Sujets. Neben diversen Mohrrüben haben auch Kuh, Klopapier und Co alle Gesichter. Das ist ein sehr schlauer psychologischer Trick, den sie bestimmt wissentlich nutzt. Wir Menschen suchen in allen Dingen und anderen Lebewesen  immer etwas Menschliches, menschliche Gesichtsausdrücke, von Gefühlen motivierte Handlungen ect. Du glaubst das das nur Ausnahmen sind? Ha! Hier eine kleine Beispielrunde mit Gegenständen mit körperteil- entsprechender Bezeichnung:

Tischbein, Flaschenhals, Lampenfuß, Armleuchter, Gummilippe, Fettaugen, Kerzenstumpf…

Kein Wunder also, dass ihre Rübenshirts weg gehen, wie warme Semmeln. Die Mimik ihrer Motive spricht uns an, wir können mit dem Pullover „in Kontakt treten“ und ihn deuten. Wir fühlen uns emotional angesprochen und mögen es. So einfach ist das. Mit dem Anthropomorphismus.

Was ich von Eva Stalinski lerne

Schon rein gestalterisch kann man von Eva sehr viel lernen. Sie ist für mich ein Paradebeispiel, wenn es um die Verwendung einer einheitlichen Farbpalette und Handschrift geht. Stalinski schafft es mit ihrer Handschrift Leichtigkeit und gute Laune zu vermitteln. Sie spielt gezielt mit der menschlichen Veranlagung, Gesichter deuten zu wollen, ohne zu sehr „Comicgeschichte“ sein zu wollen. Eva nimmt alltägliche Kleinigkeiten war und macht sie in ihren Arbeiten sichtbar. Sie vermittelt ihr Umweltverständnis ohne bedrängen zu wollen. Der respektvolle Umgang mit anderen Lebewesen und deren Wertschätzung ist ebenso erkennbar, wie ihre Wertschätzung für Natürlichkeit, vor allem die des weiblichen Köpers.

Sie nutzt Instagram sehr fleißig und zeigt wie vielfältig Social Media Management funktionieren kann. Eva zeigt kleine Viedeoclips ihrer Drucksessions, die ich als nahezu meditativ empfinde. Öfters steht sie gerne auch selbst Model für ihre Oberteile, nebst Hund und Latzhose natürlich. Von ihr kann man sich wirklich eine Scheibe abschneiden!

 

So, jetzt bin ich fertig mit meinem Liebesbrief an Eva Stalinski. Schaue gerne auf ihrer Seite vorbei und lasse dich inspirieren. Findest du ihre Arbeit auch so spannend wie ich? Oder magst du ihren Stil vielleicht auch überhaupt nicht? Warum, wieso, weshalb – Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen!

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und bis zum nächsten Mal,

deine Ms.Hey!