Follow along : Basic T-Shirt nähen
Hey!
Ich habe mir ganz fest vorgenommen, diesen Sommer nicht nur Taschen und Co zu nähen, sondern für mich privat T-Shirts, Röcke und Kleider zu nähen. Denn das tolle am Selbermachen ist neben Gestaltungsfreiheit, die Herstellung von einzigartigen Stücken, die es nirgends zu kaufen gibt. Nebenbei kann ich meine eigenen Muster verwenden 😉 Klamotten von der Stange fallen mir zur Zeit vor allem wegen ihrer mangelnden Qualität auf. Entweder das Material fässt sich komisch an, die Oberteile gehen beim Waschen ein oder der Schnitt ist völlig unvorteilhaft.
Da dachte ich mir, ich beginne mit einem T-Shirt. Es sollte eine schöne Sommerfarbe haben, etwas körperbetont und einfach herstellbar sein. Es gibt unzählige Anleitungen dafür im Netz. Deswegen gibt’s heute nur einen kleinen Überblick zum Shirtnähen. Ich habe mir vorbereitend dieVideos von Wendy auf Youtube angesehen. Sie erklärt alles sehr verständlich. Hier nun ein kleines „Follow Along“:
Los geht’ts!

Das benötigst du an Material:
- Jersey ca. 1m x 1,40m
- Passendes T-Shirt zum Schnitt kopieren
- Packpapier und Stift
- Textilschere oder noch besser: Rollschneider*
- Bügeleisen
- Overlock – Maschine oder Nähmaschine mit elastischen Stichprogrammen

Auf die Plätze und los!
Schnitt kopieren
- Nimm dir ein großes Stück Packpapier und falte es mittig. Jetzt legst du das T-Shirt, von dem du den Schnitt kopieren willst, halbiert auf das Papier.

- Danach zeichnet man mit gestrichelter Linie um das T-Shirt ,mit 1 cm Nahtzugabe, herum. Dabei werden die Ärmel vernachlässigt. Der Ausschnitt wird markiert, indem man den Zeigefinger neben den Ausschnitt aufsetzt, das T-Shirt hochklappt und eine Markierung neben dem Finger zeichnet.

- Wenn man Vorder- und Rückseite nachgezeichnet hat, folgen die Ärmel auf die gleiche Weise. So ähnlich kann dann dein Schnitt aussehen:

T-Shirt Teile aus Stoff ausschneiden
- Man schneidet Vorder- und Rückseite des Shirts im Stoffbruch zu. Danach 2 Ärmel und ein Stück Stoff zum Einfassen des Halsausschnittes.
- Da ich nicht genug türkisen Jerseystoff vorrätig hatte, habe ich mir die „Seitenteile“ aus gepunktetem Crepe de Chine ausgeschnitten.
- Kleiner Tipp: Bei so einem Materialmix muss man die unterschiedliche Dehnbarkeit und Verarbeitung der Stoffe beachten. Wer wie ich zum ersten Mal ein T-Shirt näht, sollte sich auf ein Material beschränken. 😉

Alles zusammen nähen
- Als erstes legt man Vorder- und Rückseite des T-Shirts rechts auf rechts und näht die kurzen Schulternähte zusammen. Jersey wird am einfachsten mit einer Overlock genäht. Wenn man keine hat, muss man einen elastischen kurzen Zickzack- Stich verwenden. Wenn man die Stoffe nur im Geradstich zusammen näht, platzt später höchstwahrscheinlich die Naht, da der Jersey sehr elastisch ist.
- Nach den Schulternähten habe ich die Ausschnittblende mit dem Auschnittloch rechts auf rechts zusammengekettelt. Danach habe ich die Blende nach innen geklappt und von rechts normal festgesteppt.

- Wenn der Auschnitt fertig ist, kommen die Ärmel dran. Das Shirt wird dazu auf rechts gelegt und der Ärmel am Armloch festgesteckt und mit der Overlock vernäht.
- Der vorletzte Schritt ist das zusammennähen der Seitennähte. Das habe ich mit der Nähmaschine erledigt und danach die Stoffkanten mit der Overlock versäubert.
- Als letztes näht man den T-Shirtsaum und die Ärmelsäume um.
Tadda und fertig!
Hast du schon einmal ein T- Shirt genäht? Ich muss zugeben, dass ich trotz Näherfahrung etwas länger gebraucht habe… Die Schritte zu verstehen, war nicht das Problem. Nur mein äuerßt dehnbarer Jerseystoff hat mir ein paar Probleme bereitet. Das Projekt ist wie gesagt kein richtiges DIY, ich bin ja eher die „Mustermacherin“ und kein Modedesigner. Aber ich finde mit Hilfe von Youtube und Co kann man es schaffen, sein eigenes Shirt zu nähen!
Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und bis zum nächsten Mal,
deine Ms.Hey!
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Wenn du wie ich ein Stück Endlosreißverschluss verwendest, muss erst der Schließer eingefädelt werden. Wenn man ein paar Tricks kennt, ist das aber auch schnell gemacht.

Yippie yeah! Das Schwierigste am Kissen nähen ist schon geschafft. Jetzt fehlt nur noch eines:










Als nächstes zeichne auf der langen Seite eine Linie mit 2cm Breite ein. Das wird das Kopfstück der Quaste und wird nicht zerschnitten. Auf dieser Linie markierst du dann alle 0,5cm einen Punkt. Das entspricht der Breite der Lederbänder.
Schneide nun ganz vorsichtig die einzelnen Lederstreifen mit einem scharfen Cutter oder Skalpellmesser. Nimm am besten eine neue Klinge, damit die Schnitte schön gerade werden. Achte darauf, dass die Lederabschnitte gleich groß bleiben und das Leder beim Schneiden nicht unter dem Lineal wegrutscht. Stoppe mit dem Schneiden immer genau an der eingezeichneten Linie.
Bilde nun mit einem der äußeren Lederstreifen eine Schlaufe, wie auf dem Bild oben gezeigt. Du kannst die Schlaufe entweder mit Kleber fixieren und trocknen lassen. Oder du benutzt wie ich unten einen Tacker zum Befestigen.
Der vorletzte Schritt besteht darin, den oberen 2cm Rand des Leders gut einzuleimen und nach und nach festzurollen. Rolle das Leder so fest zusammen wie du kannst und achte darauf, dass die obere Kante gleichmäßig bleibt.

